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02.10.2019, 06:16 Uhr
Innen Wohnen Außen Schonen

Innen Wohnen Außen Schonen, so lässt sich der aktuelle Antrag der Fraktionen von CDU und Bündnis 90 / Die Grünen im Rat der Stadt Rheine anlehnend an eine bekannte Redewendung zusammenfassen. Mit ihrem Antrag zu „Nachverdichtung und Erhalt des strukturellen und baulichen Charakters eines Quartiers“ wollen beide Fraktionen die Entwicklung der Stadt konkreter steuern, als das bislang der Fall war. Allen Beteiligten ist klar, dass es in der Stadt Rheine an Wohnraum fehlt. Dies gilt insbesondere für kleine Singlewohnungen, aber auch für bezahlbaren Wohnraum für Familien in Stadtnähe.

Neben der Ausweisung von neuen großen Flächen, wie der Eschendorfer Aue oder kleineren Flächen in den Außenbezirken, wie Im Lied in Rodde oder Kolon-Eggert-Straße in Elte muss eine verträgliche Nachverdichtung im Stadtgebiet dem endlichen Flächenverbrauch entgegenwirken. „Gleichzeitig sollen überwiegend mit Ein- und Zweifamilienhäusern bebaute Wohngebiete in ihrem strukturellen und baulichen Charakter gesichert werden, wie es technisch heißt“, erläutert Andree Hachmann, Vorsitzender der CDU-Fraktion und gleichzeitig Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses die bisherige Praxis durch Beschränkung der Wohneinheiten in alten Bebauungsplänen, die Auswüchse der Nachverdichtung einzudämmen. „Damit schränken wir jedoch die Möglichkeit zur Schaffung von Wohnraum ein“, beschreibt Robert Grawe, Sprecher der Grünen im Stadtentwicklungsausschuss das aktuelle Spannungsfeld vor dem die Stadtentwicklung von Rheine derzeit steht.

CDU-Fraktionsvorsitzender Andree Hachmann

„Mit unserem Antrag soll die Stadtverwaltung eine Vorgabe erhalten, wie sich die Stadt in Zukunft verändern soll“, so Siegfried Mau, Fraktionssprecher der Grünen. Dabei sollen insbesondere in den Randlagen und in den Vororten der Stadt ländlich geprägte Ein- und Zweifamilienhausbebauungen vorherrschen. „Auf diese Quartiere zielt die Vorgabe der Politik, die Nachverdichtung entsprechend der bisher gefassten Beschlüsse einzuschränken“, ergänzt Markus Doerenkamp, der Sprecher der CDU-Fraktion im Stadtentwicklungsausschuss. „Hier wird dennoch eine Nachverdichtung durch Hinterlandbebauung, die den Charakter des Quartiers aufnimmt, ausdrücklich positiv gesehen und entsprechende Vorhaben sind durch die Stadtverwaltung zu fördern.“

In den städtisch geprägten Quartieren rings um die Innenstadt, insbesondere innerhalb des innerstädtischen Verkehrsrings oder dessen unmittelbarerer Nähe, sowie urban geprägten Quartieren, wie der Dorenkamp, oder Gebieten an den Ausfahrtsstraßen wird eine Nachverdichtung von CDU und Grünen als sinnvoll erachtet. „Wir müssen im Kern der Stadt mehr Wohnraum ermöglichen, um die immer weitere Ausdehnung von Wohnflächen in landwirtschaftliche Flächen zu begrenzen, ohne die Entwicklung der Ortsteile von Rheine zu behindern. Das funktioniert nur, wenn wir im innerstädtischen Bereich größere Wohngebäude zulassen“, sind sich die Politiker von CDU und Grünen einig. „Hierzu bedarf es eines klaren Konzeptes, um diese Nachverdichtung politisch zu steuern, was in Bereichen ohne Bebauungspläne häufig nicht und bei einigen alten Bebauungsplänen in den Außenbereichen zu stark möglich ist. Wir müssen daher Außen Schonen und Innen Wohnen“, fasst Andree Hachmann den gemeinsamen Antrag noch einmal zusammen.

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