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02.10.2012, 20:06 Uhr | MV, Reiner Wellmann
Sekundarschule ab 2013 an zwei Standorten
Neue Schulform
An den Standorten der Don-Bosco-Hauptschule in Mesum und der Fürstenbergrealschule im Schotthock sollen zum Schuljahresbeginn 2013/14 zwei dreizügige Sekundarschulen im Ganztagsbetrieb errichtet werden. Die Realschule im Schotthock wird dafür auslaufen – ebenso die Hauptschule in Mesum und die Overbergschule.
Das hat der Rat nach intensiver Debatte am Dienstag abend mit großer Mehrheit bei den Gegenstimmen von SPD und Grünen beschlossen. Kooperationsschule für beide Sekundarschulen soll die Euregio-Gesamtschule werden. In einer Sondersitzung des Rates am 30. Oktober sollen Kostenberechnungen für die notwendige Erweiterung und Modernisierung der Fürstenberg-Realschule um eine Mensa vorgelegt werden.
Die Schulkonferenzen der Don-Bosco-Hauptschule und der Fürstenberg-Realschule hatten bereits ihre Zustimmung zur Umwandlung in eine Sekundarschule gegeben. Ebenso liegen nach Angaben von Schuldezernent Axel Linke weitere notwendige Zustimmungen vor. Ein schulpolitisches Konzept habe der Arbeitskreis Sekundarschule erarbeitet, dem Linke unter dem Beifall des Rates für seine Vorarbeiten dankte.

Vorangegangen waren lange Debatten, ausgelöst durch die SPD-Fraktion. Zunächst hatte die SPD vor der Ratssitzung eine Sonderausschusssitzung des Schulausschuss beantragt. SPD-Sprecher Udo Mollen kritisierte den Fragebogen („große handwerkliche Fehler“), in dem die Stadt das Interesse der jetzigen Grundschuleltern an der neuen Schulform Sekundarschule ermittelt hatte. Darin war ein deutliches Interesse der Eltern an der Sekundarschule deutlich geworden (MV berichtete ausführlich). Mollen kritisierte die Fragestellungen und die Bewertung der Ergebnisse: „Das geht uns hier zu schnell“.

Was die Qualität des Fragebogens betrifft, zitierte Schuldezernent Axel Linke aus einer Stellungnahme des Schuldezernenten der Bezirksregierung, der von dem ehemaligen SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Frank Hemelt mit einer Eingabe eingeschaltet worden war. „Der Fragebogen orientiert sich an dem Muster des Schulministeriums und ist von daher nicht zu kritisieren. Zu begrüßen ist, dass die schulorganisatorischen Überlegungen, die dieser Befragung zu Grunde liegen, eingangs klar dargelegt werden“, schrieb Dezernent Martin Risse, und nahm damit der SPD-Kritik den Wind aus den Segeln. Und so geriet die Sondersitzung eher zur Farce. „Ich frage mich, warum so viele Menschen hier gezwungen werden zuzuhören, wie leeres Stroh gedroschen wird“, sagte Rainer Ortel (AfR), und wurde dafür auch mit Beifall aus den Zuhörerreihen bedacht. Dort saßen die Leitungen fast aller weiterführenden Schulen.
Im Rat stellte die SPD dann den Antrag, an der Don-Bosco-Schule in Mesum eine Sekundarschule zu errichten und die Gesamtschule auf acht Züge auszudehnen unter Einrichtung eines Teilstandortes auf dem Dorenkamp. Für diesen Antrag gab es nach der CDU/FDP-Initiative keine Mehrheit mehr.

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